2010-07-13

Jim Rakete spricht …

Anlässlich seiner Ausstellungseröffnung „A Star is born“ im Museum Folkwang spricht Jim Rakete im Deutschland Radio Kultur über seine Art und Weise von Fotografie und wie weit weg er von konzeptioneller Fotografie arbeitet: „Das ist so eine «Komm wie Du bist!»-Party

Auf der oben verlinkten Seite steht der Text des Interviews, rechts der Podcast.

2010-07-11

Hilfe für Melody von Moving Target!

Edit 13.07.2010

Ab heute ist ein Hilfsprojektblog für Carola und ihre Familie online. Organisiert von Kolleginnen von Carola aus dem Textreff, Carola ist dort Gründungsmitglied und sie und ihr Mann betreuen die Online-Präsenz technisch.

Ihr findet auf der Seite „Abgebrannt – wir helfen!“ unter „Spenden“ den Link, der Euch zu einer Kontonummer (mit den nötigen Infos auch für Auslandsanweisungen) und im Laufe des heutigen Tages auch den Link zu einem echten PayPal-Spendenkonto führen wird. Bitte macht davon weiterhin so herzlich und hilfsbereit Gebrauch! Der aktuelle Spendenstand wird dort eingeblendet.

Auf der gleichen Seite findet Ihr Fotos von Carolas Zuhause vor dem Unglück und wie es nun nach dem Brand aussieht – die Fotos sprechen für sich und für eine Katastrophe von existentieller Bedeutung.

Wichtig ist für die Familie momentan tatsächlich finanzielle Unterstützung. Die Raten für das Dachgeschoss laufen trotz der Unbewohnbarkeit weiter und die Familie muss ja nun leider für lange Zeit zusätzlich Miete bezahlen für die Ersatzunterkunft. Das Arbeitszimmer von Carola ist abgebrannt, alleine die ganzen Rennereien und Organisation der neuen Unterkunft, werden in nächster Zeit ihre Arbeit als Freelancerin kaum in der üblichen Weise möglich machen und somit ist Verdienst der Familie deutlich geschmälert. Zudem, wie schon erwähnt, es geht Carola auch gesundheitlich nicht gut.

Mein untenstehender erster Blogeintrag ist in den letzten zwei Tagen von Euch allen in netzkompetenter Weise verlinkt, getwittert und kommentiert worden, das brachte alleine knapp 6.000 Zugriffe. Da viele dieser Zugriffe schon mit großer Spendenbereitschaft verbunden waren, ist das eine riesige Hilfe für die drei plus zwei Katzen. Danke! Bitte lasst den Spirit des Netzes weiter leben, verlinkt das Blog „Abgebrannt – wir helfen!“, macht darauf aufmerksam, Banner zum einbinden gibt es hier! (Ändert bitte die Links in Euren Blogs zu mir und meinem ersten Betrag am besten dorthin um.)

Jede Hilfe zählt, jeder Euro zählt! Herzlichen Dank an alle, die mitmachen und Carola und ihrer Familie helfen – wie auch immer!

Danke!


Erster Eintrag 11.07.2010

Habe ich Leser in Düsseldorf oder Umfeld? Könnt Ihr, wenn Ihr Zeit und Möglichkeit habt zu helfen, bitte Melody (Carola H.) und ihrer Familie vielleicht aktiv vor Ort unter die Arme greifen? Ihr und ihrer Familie ist am 9.7.2010 die Wohnung ausgebrannt – zum Glück sind fast alle (ihr Mann musste kurzfristig ins Krankenhaus), auch die Katzen, unverletzt geblieben und konnten noch rechtzeitig vor dem Feuer flüchten – aber es wird jetzt Hilfe benötigt. Das Dachgeschoss, das Carola mit ihrer Familie bewohnte und das sie in letzter Zeit mit viel eigener Kraft unter schwierigen Bedingungen ausgebaut haben, war als Altersvorsorge gedacht!

Carola ist schwer krank, sie hat akut gerade mit einer Thrombose zu kämpfen. Es werden Mannkraft, Kartons, vielleicht Dinge, die ersetzt werden müssen, gebraucht. Es gibt leider wohl erste Anzeichen, dass die Versicherung sich querstellen möchte. (Kennt jemand eine Anwaltskompetenz in Versicherungsfällen?) Wer Hilfe anbieten kann, bitte mailt ihr. So ich das mitbekommen habe, kann sie derzeit nur sporadisch ins Internet. Sie wird sich sicherlich bei Euch melden, wenn akut Einsatz gefordert ist. Sie wird sich nicht bei allen melden können, bitte daher nicht traurig sein!

Carolas Ehemann Oliver hat auf seiner Homepage für Freeware, die er entwickelt, einen Donate-Button. Bitte helft! Finanzielle Unterstützung ist zur Zeit wirklich eine große Hilfe für die ganze Familie! Und jeder Euro zählt! Wer mit PayPal nicht arbeiten kann, kann mir mailen (oben rechts), ich werde heute versuchen die Kontonummer von Carola zu ermitteln.

Carola ist immer eine, die selber sofort gegeben hat, wenn Not war. Ich weiß das aus eigener Erfahrung. Sie verdient unsere Hilfe! Gerne auch in Euren Blogs!

Pressemitteilung der Feuerwehr Düsseldorf
Großalarm: „Es brennt. Raus hier!“ (Der Westen)

2010-07-07

Der Tod steht ihnen gut

Hierzulande und heutzutage – in einer Kultur, die das Angesicht des Todes so gut wie vernichtet hat – wird schon pikiert diskutiert, wenn Totenmasken von ehemaligen RAF-Mitgliedern ausgestellt werden. Die Präsentation der Sterblichkeit, sei es in der urreinsten Form einer öffentlichen Aufbahrung, gilt als verpönt und sogar verboten ab einem bestimmten Zeitpunkt des Exitus. In anderen europäischen Ländern wird mit dem Tod noch anders, selbstverständlicher umgegangen. In Südfrankreich nimmt das gesamte Dorf am offenen Sarg Abschied und trägt sich in das Kondolenzbuch ein. Der Anblick eines Toten gehört zum Leben dazu. Kein Horror, natürliche Ängste – aber wenigstens offener Umgang mit der endgültigen Tatsache. Und das so wichtige „Auf Wiedersehen und Danke“ mitgeben dürfen, ist erlaubt.

Mit Erfindung der Urform der Fotografie, der Daguerreotype im Jahr 1839, wurde den Menschen, die sich keine teuren Malersessions leisten konnten, ermöglicht, sich dennoch Erinnerungen an die Lieben zu schaffen. Daraus entwickelte sich eine eigene Form der Fotografie, die Post-Mortem-Fotografie. Denn seinerzeit wurde im Vorfeld das Leben kaum fotografiert, ganz im Gegensatz zu heute, da man üblicherweise von einem Verstorbenen Bildzeugnis des ganzen Lebens vom ersten Tag an besitzt und möglicherweise auch den Verfall innerhalb eines Krankenprozesses dokumentiert. Und so bildeten die Post-Mortem-Fotorafien weniger eine Erinnerung an den Tod des Verstorbenen ab, sondern wurden als oft einzige Erinnerung an den Lebenden geschaffen, beziehungsweise an das Leben mit ihm. Das hatte die, für unsere Kultur wohl merkwürdig anmutende, stilistische Folge, dass die Verstorbenen im Bildnis nochmals als Lebende gekleidet und positioniert abgelichtet wurden.


© unbekannt, Source Wikipedia

Ein interessanter Artikel mit einer Sammlung dieser Fotografien ist bei Cogitz.com zu finden. Als Textquelle ist der Wikipedia-Eintrag „Post Mortem Photography“ benannt.

via silenttiffy/twitter

2010-06-13

Wie Kunst verdächtig werden kann …

„Die Fotografie – und insbesondere die Straßenfotografie – ist heute eine umstrittene Angelegenheit, die all unsere kollektiven Ängste tangiert: Terrorismus, Pädophilie, Eingriffe in die Privatsphäre, Überwachung. Wir bestehen auf den Schutz unserer Privatsphäre, gleichzeitig knipsen wir alles und jeden mit unseren Handys und Digitalkameras.”

Sean O'Hagan beschreibt bei der Freitag das Phänomen Straßenfotografie in ihrer Entwicklung seit Eugène Atget bis heute.

2010-06-03

Liebe Konzertfotografen,

so ein unverschämtes Ansinnen kann man am allerbesten unterbinden in den man zu den Künstlern sagt: „Nein, danke. Ich fotografiere Euch nicht.“ Letztendlich kann man mit den Konzertgrabenfotos eh kaum seine Miete bezahlen.

2010-06-02

Äpfel mit Birnen vergleichen …



Ein direkter Foto-Kameravergleich mit den ausgesuchten Modellen zweier Hersteller kann für die finale Kaufentscheidung praktisch sein, wenn nicht sogar den letzten Ausschlag zum Kauf geben. So ein „Product Face-Off“ bietet das Portal „Digital Versus“ – übrigens auch für Cellphone- (Handy-)Kameras und Drucker, Monitore, Camcorder etc.

2010-06-01

Zu viele Fotos – zu wenig Qualität?

Vergangenen Samstag war Fotografie das Thema beim ZEIT Online Talk. Peter Bitzer (Geschäftsführer Bildagentur Laif), Tibor Bogun (Ressortleiter Grafi bei ZEIT ONLINE) und Maurice Weiss, der als Fotograf u. a. für die Agentur Ostkreuz arbeitet, haben sich mit dem Moderator Ralf-Müller Schmid üben den Wandel der digitalen Zeit im Segment Fotografie unterhalten. Wie kann man in den Massen der Bilderflut von Laienfotografen noch Qualität ausmachen? Wie überhaupt noch mit Fotografie Geld verdienen? Welche Vorteile hat die digitale Fotografie ins Geschäft gebracht, wenn?

Eine interessante Gesprächsrunde, die letztendlich die Diskussion fortführt, die im Journalismus längst geführt wird. Die Antwort auf die Frage, wie Medien Einnahmen mit ihrem Online-Angebot generieren können, um einen halbwegs hohen Standard in Bild und Wort zu sichern, wurde natürlich auch hier nicht abschließend beantwortet. Dauer der Diskussionsrunde: ca. 60 Minuten. Weiterhin (weil bei ZEIT ONLINE grandioserweise nicht einzeln verlinkbar) abrufbar bei DRadio Wissen.